Oper/ette

Stück

2016 Faschingskonzert Ein musikalischer Rückblick in die Schlagerwelt der UFA-Film und eine nostalgische Reise in die 20er bis 40er Jahre! Bühne Baden, Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
2012 Julius Cäsar G. F. Händel, Opernfestival Gut Immling // Rolle: Nirenus
2011 Götter & Söhne Carinthischer Sommer, Opéras-minute + Kantate „Die Rückkehr des verlorenen Sohnes“ op. 42 // Rolle: Mutter, Musik: Darius Milhaud, Regie: Titus Hollweg Camerata Schulz unter Emanuel Schulz
2009 Schlafes Bruder Neue Oper Wien // Rolle: Seffin, Musik: Herbert Willi, Regie: Leonhard Prinsloo
2004/2012 Don Carlos Wiener Staatsoper // Rolle: Moderatorin im Autodafé, Regie: Peter Konwitschny
2004 Der Zigeunerbaron Wald4tler Hoftheater // Rolle: Barinkay Zsupan, Graf Homonay, Czipra, Conte Carnero, Arsena, Ottokar, Mirabella

 

Presse Rezension – 2012 Julius Cäsar

OVB  online / Oberbayrisches Volksblatt  von Georg Füchtner:

Kampf um Liebe und Macht – Premiere von Händels Oper „Julius Caesar“ auf Gut Immling … Michaela Christl als Nirenus, die durch eine tragende Altstimme ergriff, turtelte als Dienerin Kleopatras verführerisch mit einer Plüschschlange ….

Presse Rezension - 2011 Götter & Söhne

Milhaud: Menschliche Götter am Catwalk

Kritik – Beim Carinthischen Sommer sind Werke von Darius Milhaud zu sehen, u.a. „Die Rückkehr des verlorenen Sohnes“ als Premiere.

Ruck-Zuck geht das – und Theseus wird befreit, Europa entführt und Ariadne verlassen. Völlig hemmungslos, fidel und weltlich wird man in den drei „Minutenopern“ von Darius Milhaud, die jeweils maximal zehn Minuten dauern, rasant und augenzwinkernd durch die griechische Antike gejagt. Im Alban-Berg-Saal in Ossiach zeigt Regisseur Titus Hollweg bei der diesjährigen Musikproduktion des Carinthischen Sommers, „Götter und Söhne“, sehr menschliche Götter, die alle in weißen Papierkostümen wie auf einem Catwalk zwischen den Zuschauern lieben, blödeln, leiden und töten. Die Musik des französischen Komponisten Milhaud (1892-1974), dem das Kärntner Festival heuer einen Schwerpunkt widmet, ist wunderbar farbig und melodiös. Trotz der kurzen Sequenzen der musikalischen Ideen – manche „Arie“ dauert nur wenige Takte.

Bravourös

Der Kontrast könnte nicht größer sein, wenn danach in der Stiftskirche Milhauds 
Kantate „Die Rückkehr des verlorenen Sohnes“ erstmals szenisch aufgeführt wird. 
In sparsamen Kulissen im Altarraum wird die Fortsetzung der biblischen Geschichte -
“Der verlorene Sohn“ von Benjamin Britten war hier jahrelang eine Art „Jedermann“ – 
von Hollweg in eine moderne Zeit verlegt und in Folge als sittenstrenges, katholisches Drama gezeigt. Dabei verlässt letztlich der vom Librettisten André Gide hinzugefügte,
jüngste Sohn wiederum sein Elternhaus. Milhauds Musik schwebt hier wie ein Klang-
teppich, reich an Valeurs, durch den Raum und wird von Sequenzen von Jean-Baptiste
Lully unterbrochen. Die Camerata Schulz unter der Leitung von Emanuel Schulz 
spielen beide diffizilen Teile mit Bravour und Genauigkeit.
Aus dem jungen, im ersten Teil sehr vitalen, durchgängig gut besetzten 
Ensemble ragen hervor: Sebastian Huppmann als verlorener Sohn, Steffen 
Rössler und Michaela Christl als die Eltern, Marian Olszewski (jüngster Bruder).
Und Steven Scheschareg (älterer Bruder, Hippolytos, Dionysos) sowie Heidi
Manser (Europa und Ariadne) sind ebenfalls zu würdigen.
Zu sehen gibt es „Götter und Söhne“ erneut am 26. Juli und am 9. August, 
um jeweils 20 Uhr, in Ossiach, Alban Berg Saal und Stiftskirche.

Quelle: Kurier – Online 19.7.2011

 

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